Wärmepumpentarif: Was ihn günstiger macht und worauf Sie achten sollten
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Wärmepumpen brauchen viel Strom. Mit einem speziellen Wärmepumpentarif können Sie das günstig machen – wenn der Zähler getrennt ist und der Netzbetreiber kooperiert.
Was ist ein Wärmepumpentarif?
Ein Stromtarif speziell für den Betrieb einer Wärmepumpe. Der Strom wird über einen separaten Zähler abgerechnet und ist im Arbeitspreis günstiger als der reguläre Haushaltsstrom – typisch 4-10 Cent/kWh weniger.
Voraussetzung: getrennter Zähler
Wärmepumpentarife setzen einen separaten Zähler für die Wärmepumpe voraus. Bei Neubauten wird dieser meist direkt mit installiert. Bei bestehenden Anlagen muss er nachgerüstet werden – Kosten typisch 800-1.500 Euro inkl. Elektriker.
Steuerbarkeit: Netzbetreiber darf abregeln
Ein Teil der Günstigkeit kommt davon, dass der Netzbetreiber die Wärmepumpe bei Netzengpässen kurzzeitig (max. 2 h am Stück, max. 3x täglich) abregeln darf. Moderne Wärmepumpen kompensieren das problemlos – das Haus wird nicht spürbar kalt.
Kombi mit Photovoltaik
Ein Wärmepumpentarif lässt sich mit einer eigenen PV-Anlage kombinieren – wenn Sie tagsüber Eigenstrom in die Wärmepumpe schicken und nachts den günstigeren Netzstrom nutzen. Voraussetzung: passende Steuerung und ggf. ein dynamischer Tarif.
Anbieterwahl
Wärmepumpentarife sind nicht überall verfügbar – das Angebot hängt vom Netzbetreiber und vom Versorger ab. Wer auf dem Land lebt, hat oft weniger Auswahl als in Großstädten. Eine ergebnisoffene Prüfung pro Postleitzahl ist sinnvoll.
Häufige Fragen dazu
Wie viel günstiger ist ein Wärmepumpentarif?
Typisch 15-25 % günstiger als regulärer Hausstrom – je nach Region und Anbieter. Bei 4.000 kWh Wärmepumpenverbrauch sind das 200-400 Euro Ersparnis pro Jahr.
Kann ich auch ohne separaten Zähler einen Wärmepumpentarif nutzen?
Nein. Ohne getrennte Zählung wird der Strom als regulärer Hausstrom abgerechnet. Die Nachrüstung kostet etwas, lohnt sich aber meist binnen 3-5 Jahren.